Empirie.ON no. 1 - Die Erzählgemeinschaft der Neuen Rechten
Rechte Akteure deuten Geschichte und Gesellschaft in einem wiederkehrenden Muster: Die Welt sei von Grund auf gespalten, die Gegenwart ein Zeichen kulturellen Verfalls, und die Zukunft von Untergang bedroht. Am Beispiel der Neuen Rechten analysiert Felix Schilk, wie diese Krisenerzählungen gezielt genutzt werden, um Diskurse zu verschieben und kulturelle Hegemonie zu erlangen. Dabei versteht er die Neue Rechte als eine „Erzählgemeinschaft“, die ihre Identität aus der ständigen Wiederholung apokalyptischer Narrative schöpft.
Die Erfolge dieser Strategie zeigen sich bereits deutlich. Untergangsnarrative von vermeintlicher „Überfremdung“ oder Narrative einer vermeintlich drohenden (Meinungs-)diktatur finden sich mittlerweile auch bei Jugendlichen. Gemeinsam mit den Teilnehmer*innen wird beleuchtet, wo den Fachkräften auch in der Jugendarbeit solche Erzählungen begegnen und was dies für die Praxis bedeutet.
In erprobter Kooperation mit der österreichischen Organisation WIENXTRA geht die Online-Veranstaltungsreihe „Empirie.On“ in ihr zweites Jahr und lädt Fachkräfte aus der Praxis ein, gemeinsam aktuelle empirische Studien und Forschungsergebnisse zu autoritären Dynamiken in der Migrationsgesellschaft zu diskutieren. Die Reihe bietet vertiefende Einblicke in Themen, die für eine demokratiebildende und emanzipatorische Jugendarbeit von besonderer Bedeutung sind.
08. Mai 2026, 10.00-12.00 Uhr
Referent*in: Felix Schilk
(Online via Zoom)
Mehr Informationen und Anmeldung: Seminarportal der AGJF Sachsen
Beziehungsqualitäten in der Jugendarbeit als Chance zur Abmilderung neonazistischer und völkisch-nationalistischer Haltungen
„Natürlich nachfragen, um es zu verstehen.“ Umgangsweisen mit ‚rechten‘ Jugendlichen in der Jugendarbeit